Teleskope

Was gibt es für Teleskop-Arten

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Der Refraktor (auch Linsen-Teleskop) ist ein Fernrohrdesign, wie man sich es klassisch vorstellt. Ein langes dünneres Rohr, das in den Himmel zeigt und am unteren Ende den Einblick in Form eines Okularauszuges hat. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Teleskopen:

  1. Das Galilei Fernrohr
  2. Das Kepler Fernrohr

Das Galilei-Fernrohr besteht vorne aus einer Sammellinse und hinten aus einer Zerstreuungslinse. Diese Systeme kommen aber vorwiegend in Operngläsern zum Einsatz. Da sich aber die Austrittspupille im Inneren des Rohrs befindet, hat es nur ein kleines und (am Rand) diffuses Gesichtfeld. Es ist nur für geringe Vergrößerungen gedacht, der Vorteil dabei ist aber, dass es ein aufrechtes Bild bietet.

Das Keplerfe-Fernrohr
Das Keplerfernrohr hat vorne eine Sammellinse . Am Ende hat es allerdings auch eine Sammellinse, die als Okular fungiert. Das Keplerfernrohr erzeugt ein auf dem Kopf stehendes Bild. Das Keplerfernrohr erzeugt im Rohr am Brennpunkt ein Zwischenbild. Mit dem Objektivbrennpunkt fällt der Okularbrennpunkt zusammen. Das Okular, das hier die einzelne Sammellinse ist, bietet praktisch ein vergrößertes Abbild des Zwischenbildes.

Die „normalen“ Refraktoren, die es vor allem früher gab, haben einen entscheidenden Nachteil, sie weisen Farbfehler auf , die unter dem Abbildungsfehler chromatische Aberration bekannt sind. Das bedeutet, dass für verschiedene Wellenlängen das Licht unterschiedlich stark gebrochen wird. Blaues Licht wird z.B. durch die Linse stärker gebrochen als rotes Licht. Aufgrund dieser Tatsache entstehen unschöne Farbsäume um die Objekte, die man durch ein Fernrohr beobachten möchte. Besonders wenn man dann etwas höher vergrößern möchte, verstärkt sich dieser Effekt noch mal. Und nicht nur das, durch diese Farbfehler kann der Kontrast eines Linsenfernrohrs extrem heruntergesetzt werden.

Die Lösung

Nun hat man eine Möglichkeit gefunden, diesen Effekt zu minimieren, indem man einen sog. Achromaten konstruierte.

Ein Achromat besteht nicht aus einer Linse, sondern aus zwei Linsen im Objektiv ,die meist aus Kron und Flintglas bestehen und von ihrer Wirkung eine Plus und eine Minuslinse darstellen.

Bei den Linsen ist Brechungsindex und Dispersion bei beiden Linsen verschieden, so dass man dadurch erreichen kann, dass schon die meisten Farbfehler aufgehoben sind. Trotzdem kann noch ein kleiner Farbfehler festgestellt werden, der sich auch das sekundäre Spektrum nennt. Nun hat man einen Apochromaten entwickelt, der es durch die Kombination mit einer dritten Linse schafft, das sekundäre Spektrum auszulöschen. Das bedeutet, dass die Optik nun farbrein ist. Da aber solche „echten“ Apochromate relativ selten und dann auch recht teuer sind, ist man dazu übergegangen auch Achromaten mit einer speziellen Glassorte als Apochromaten zu bezeichnen. Dies sind die ED-Apochromaten. Eigentlich sind es achromatische Linsenkonstruktionen, deren optische Medien aber aus dem so genannten ED-Glas (extra low dispersion) besteht, welches eine besonders geringe Dispersion aufweist.

Hierdurch kann man den Farbfehler sehr weit heruntersetzen. Genau genommen bezeichnet man solche Systeme als Halbapochromaten.

Achromat : Besteht aus zwei Linsen mit Flint und Kronglas. Diese Linsen sind meist so angeordnet, dass sie einen Luftspalt aufweisen. Es gibt allerdings auch verkittete Systeme.

ED-Apochromat: Dieses System ist im Prinzip ein Achromat, wobei eine Linse aus ED-Glas besteht. Sie haben ebenfalls einen Luftspalt. Die Farbfehler sind fast vollständig korrigiert.

Flourit-Apochromat:   Dieser Apochromat besteht aus zwei verkitteten Linsen, von denen eine aus Fluoritglas besteht. Ähnliche Wirkung, wie bei einem ED.

Apochromat: Dieses System ist ein Vollapochromat, während beide vorigen als Halbapochromat bezeichnet werden. Er besteht typischerweise aus drei Linsen. Die Farbfehler werden hier ganz korrigiert

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